"Vierfarbdruck"

Der Vierfarbdruck ist eine in allen modernen Druckverfahren angewandte Technik zum Erstellen farbiger Abbildungen. Das Druckbild wird dabei durch subtraktive Farbmischung aus den vier genormten Grundfarben aufgebaut. Drei Idealfarben Gelb, Magenta, Cyan würden ausreichen. Wegen physikalisch bedingter Form und Lage des Spektrums von technisch und ökonomisch verfügbaren Farbpigmenten ist aus C-M-Y allein kein Tiefschwarz (Farbtiefe) zu drucken. Als vierte Druckfarbe wird für die „Tiefe“ zusätzlich Schwarz auf Basis von Farbruß verwendet. „K“ steht für Key (Schlüssel), da es die Schlüsselfarbe für den farblichen Kontrast ist. Die Wortherkunft entstammt der analogen Filmseparation. K wird in der deutschen Fachumgangssprache mitunter für Kontrast gedeutet. Das Farbsystem wird als CMYK-Farbmodell bezeichnet. Die vier genormten Farben sind als Farbskala nach ISO 12647 und ISO 2846 definiert. Im europäischen Raum ist neben ISO-Skala noch die Bezeichnung Euroskala gebräuchlich. Quelle: Wikipedia

 

 

Dazu ein praktisches Beispiel an Hand der Digedag Mosaik-Nummer 203

von Oktober 1973 - Die Kanonen der Bella Espagna

 

Erste Druckstufe: Yellow (Gelb / Zeichen Y)

In der ersten Druckphase wird als hellste Farbe Gelb aufgetragen.

Zweite Druckstufe: Magenta (Purpurton / Zeichen M)

Durch das weitere Aufbringen von Magenta entstehen rötliche Töne, bis hin zu Orange.

Dritte Druckstufe: Cyan (Helio-Echtblau / Zeichen C)

Wird nach Gelb und Magenta Zyan hinzugefügt, kann jede erdenkliche Farbe entstehen.

Vierte Druckstufe: Key (Schwarz / Zeichen K)

Erst Schwarz verleiht dem Bild Kontur. Zudem werden kleine Fehler kaschiert, die bei der Überlagerung der drei Ausgangsfarben entstanden sind.